Was die Homöopathie beim Ausbruch der Cholera 1892 in Hamburg geleistet hat, stand bei der aktuellen TeaTime in der Homöopathischen Bibliothek im Mittelpunkt.

FORTSETZUNG:

Hahnemanns Überlegungen zum Umgang mit dieser und anderen Seuchen – Stichwort „Genius epidemicus“ – waren wegweisend und retteten auch in Hamburg viele Leben. Als die Cholera 1892 in der Hansestadt ausbrach, wurde sie zunächst von den Behörden lange totgeschwiegen, um den Hafenbetrieb aufrechtzuerhalten – weshalb sie außergewöhnliche Dimensionen annehmen und von dort z.B. nach New York weitergetragen werden konnte.

In Hamburg wird bei der Cholera-Epidemie 1892 abgekochtes Wasser verteilt

In Hamburg - wie überall - starb etwa die Hälfte der mehr als 16.000 Cholerakranken, egal, ob sie in Krankenhäusern versorgt wurden (48 %) oder nicht (51 %). Viel bessere Erfolge hatten zwei homöopathisch arbeitende Männer, der Arzt Dr. Hesse und ein medizinischer Laie namens Paasch. Hesse setzte v.a. Veratrum album und Cuprum arsenicosum ein; noch bessere Wirkungen erzielte Paasch v.a. mit Arsenicum album.

Zahlen, die auf dem homöopathischen Weltkongress 1893 zu verschiedenen Choleraausbrüchen vorgestellt wurden, zeigen, dass von den homöopathisch Versorgten weniger als 10 % der Krankheit erlagen – im Gegensatz zu den typischen 50 % bei den allopathisch Behandelten. So ist es kein Wunder, dass Karl Julius Aegidi (1794-1874) schon 1831 feststellte:
„Cholera fördert die Liebe zur Homöopathie ungemein.“

Mehrmals im Jahr lädt die Homöopathische Bibliothek Hamburg zu Vorträgen und Gesprächen in lockerer Runde bei Tee, Keksen und Kuchen ein. Den spannenden Vortrag über die Cholera hielten die Apothekerinnen Petra Otto und Beate Thorbeck zusammen mit der Ärztin Dr. Jutta Hübner. Wer nächstes Mal dabei sein möchte, kann den Newsletter der Bibliothek abonnieren. Eine Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! genügt.

 

 

Abbildungen:
- Teetasse: www.pixabay.com
- Wasserausgabe: Urheber: Karl Müller, aus der Zeitschrift "Die Gartenlaube", 1892; Wikimedia Commons, File:Die Gartenlaube (1892) b 709.jpg, Ausschnitt, 12/2019