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Mit anderen mit-leiden zu können, gehört zum Menschsein dazu. Die Übertragung von Stress, von Traumata ist jedoch universeller – bei Mensch und Tier.

 

FORTSETZUNG:

In einem Versuch* mit Mäusepaaren zeigte sich, dass sich das Gehirn eines völlig unbelasteten Tieres so verändern kann wie das seines – angeblich „mild“ – gestressten Partners. Mit-leidende Weibchen regenerierten sich nach einer Erholungsphase, mit-leidende Männchen allerdings nicht. Von Menschen weiß man,  dass Angehörige von Personen mit posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS) nicht selten ebenfalls PTBS-Symptome entwickeln, etwa Schreckhaftigkeit, Schlaf- und Aufmerksamkeitsstörungen. Ob auch hier „Alarmpheromone“ im Spiel sind, ist nicht bekannt.

Übertragung von der Mutter auf das Kind

Auch die Übertragung an Nachkommen wird untersucht. In den Niederlanden herrschte 1944 ein „Hungerwinter“. Später geborene Kinder der damals Hungernden wiesen, als sie etwa 60 Jahre alt waren, u.a. einen erhöhten BMI, vermehrt Diabetes und eine erhöhte Sterblichkeitsrate gegenüber Vergleichsgruppen auf – ein epigenetischer Effekt.** Epigenetische Prozesse weden auch für veränderte Verhaltensweisen bei den Nachkommen gestresster Mäuse verantwortlich gemacht, und zwar mit Auswirkungen über mehrere Generationen hinweg!***

Dass Ansteckung nicht nur eine Frage von Viren und Bakterien ist, ist für Homöopathen natürlich nichts Neues.

 

 https://www.doccheck.com/de/detail/articles/335-das-ansteckende-trauma

* https://www.nature.com/articles/s41593-017-0044-6

** https://www.lorentzcenter.nl/lc/web/2008/319/CD%20LORENTZ%20CENTER%20WORKSHOP/Poster%20Dutch%20Hunger%20Winter.pdf

*** https://www.nature.com/news/epigenetics-the-sins-of-the-father-1.14816

abgerufen im Oktober 2019

Abbildungen:
Katzen: www.pixabay.com, 10/2019; Statue: punctum saliens