Den Heilungsverlauf bei einem Patienten betrachten manche Homöopathen gern unter dem Blickwinkel der "HERING'SCHEN REGELN". Dabei ist eigentlich nur eine dieser Regeln nützlich, und auch die stammt nicht vom Namensgeber.

Samuel Hahnemann

FORTSETZUNG: Constantin Hering (1800-1880) hat sich intensiv mit Heilungsverläufen beschäftigt. Die nach ihm benannten Regeln besagen, dass die Krankheiten unter einer homöopathischen Behandlung in einer bestimmten Weise verschwinden: von oben nach unten, von innen nach außen und die neuesten Beschwerden zuerst.

Hering hat durchaus nicht behauptet, dass diese Ideen von ihm selbst stammten. Als er sie 1865 in einem Artikel vorstellte, besagte schon die Überschrift, dass es sich um Andeutungen und Erfahrungen unseres Urhomöopathen Samuel Hahnemann  - hier auf dem Foto - handelte.

Mit der Zeit stellte Hering fest, dass sich viele Heilungsverläufe nicht an diese Regeln halten. Allenfalls die letztgenannte kann mit einiger Wahrscheinlichkeit erwartet werden: Dass also jene Beschwerden, die zuletzt neu aufgetreten sind, als erste vergehen, Stück für Stück gefolgt von den älteren. Was am längsten bestanden hat, verschwindet wahrscheinlich zuletzt.

 Hering, Constantin: Hahnemann’s three rules concerning the rank of symptoms. – The Hahnemannian Monthly. 1856 (1), 5−12

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