Wissenschaftliche Studien - eine Welt für sich

Studien sind schon ein recht spezielles Thema. Vielleicht wird auch Ihnen schwindlig, wenn Sie Begriffe wie randomisierte Doppelblindstudien, Metaanalysen oder Outcome-Studien hören? Zu Recht, wenn man daran denkt, wie komplex diese Thematik ist und wie unterschiedlich gelegentlich ein und dieselbe Studie interpretiert wird. Wir schlüsseln diese Welt für Sie auf: Homöopathie und Forschung.

 

Passen Homöopathie und Forschung zusammen?

Passen Homöopathie und Forschung zusammen?

Selbstverständlich!

Besonders wichtig und aufschlussreich sind Forschungsarbeiten von Wissenschaftlern, die weder Homöopathen sind noch im Verdacht stehen, anderweitige Interessen zu vertreten.

Einer dieser unabhängigen Wissenschaftler - ein schwedischer Mediziner - hat die Forschungslage zur Homöopathie in aller Kürze zusammengefasst.

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Abenteuer Grundlagenforschung

Abenteuer Grundlagenforschung

In der Grundlagenforschung wird versucht, fundamentale Fragen zu klären, die keinen unmittelbaren Praxisbezug haben müssen. Bezogen auf die Homöopathie geht es dabei z.B. um Fragen nach der Wirksamkeit an sich, die Klärung von Wirkmechanismen oder auch die Effekte unterschiedlicher Potenzen. Die Reproduzierbarkeit von Experimenten ist dabei ein wesentliches Kriterium. Experimente werden z.B. mit Kaulquappen, Weizenkeimlingen, Krebszellen oder Wasserlinsen durchgeführt. Suggestionseffekte können somit ausgeschlossen werden.

Auch wenn der Wirkmechanismus weiterhin ungeklärt und die Reproduzierbarkeit unzureichend ist, zeigen bisherige Experimente mit potenzierten Arzneien deutliche Wirkungen potenzierter Arzneien.

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Am Patienten - Klinische Forschung und Versorgungsforschung

Am Patienten - Klinische Forschung und Versorgungsforschung

In so genannten klinischen Studien wird die praktische Anwendung am Patienten (Mensch und Tier) untersucht, um die Wirksamkeit im Vergleich zu Placebomedikamenten und konventionellen Behandlungen zu bewerten. In der Versorgungsforschung geht es um gesundheitspolitische Fragestellungen, z.B. um Kosten-Nutzen-Relationen.

Zusammenfassend für beide Bereiche ergibt sich Folgendes:

"Die Daten aus der Versorgungsforschung zeigen, dass Homöopathie einen Effekt hat, der mit der konventionellen Medizin vergleichbar ist. Beide Therapiesysteme führen zu ähnlichen Kosten: Die Homöopathie durch Gesprächszeit, die konventionelle Medizin durch Medikamentenkosten.“1

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1 www.informationen-zur-homoeopathie.de/?page_id=41

Aus der Vogelperspektive: Metaanalysen

Aus der Vogelperspektive: Metaanalysen

Bei diesem Studienformat erfolgt keine Forschung im engeren Sinne, sondern es geht um die Zusammenfassung und Auswertung einer größeren Anzahl von Studien, um Schwächen einzelner Untersuchungen auszugleichen. Dabei wird das Ergebnis ganz wesentlich von der getroffenen Auswahl beeinflusst! Bei manchen Metaanalysen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass bestimmte Interessenlagen für die Zusammenstellung und Interpretation maßgeblich waren. Hierzu ein unabhängiger Forscher:

"Zur Schlussfolgerung, dass Homöopathie klinisch nicht wirksam sei, kann man nur kommen, wenn man 90 Prozent aller klinischen Studien zur Homöopathie ignoriert und nicht auswertet!"1

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1 Prof. Dr. R.G. Hahn; „Homeopathy: Meta-analysis of pooled clinical data“ (Band 20 [5], 2013; 376-381); Verlag: S. Karger GmbH, Freiburg

Allen Fakten zum Trotz...

Allen Fakten zum Trotz...

Betrachtet man die nüchternen Fakten zusammen mit den vielen positiven Erfahrungen von Patienten und Therapeuten, muss man sich die Frage stellen, warum gerade der Homöopathie so viele Steine in den Weg gelegt werden und sie so heftig bekämpft wird. Die Gründe sind sicherlich vielfältig. Zwei Aspekte dürften dabei aber eine besondere Rolle spielen:

1. Die Homöopathie folgt komplett anderen Grundprinzipien als die konventionelle Medizin, und akademischer Dogmatismus scheint bei diesem Thema stärker zu sein als wissenschaftliche Neugier.

2. Die großen Stakeholder im Gesundheitswesen verdienen ihr Geld nicht mit „sprechender Medizin“. Die Homöopathie hat leider keine vergleichbare Lobby im Gesundheitswesen, was ihre Profilierung und weitere Forschungsprojekte erheblich erschwert.

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