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Ärzte und Forscherteams gewinnen immer mehr Einblick in die Dos and Don’ts im Zusammenhang mit COVID-19 – auch in Bezug auf Operationen nach Infektionen.

FORTSETZUNG:

Gleich in den ersten Monaten nach Beginn der Pandemie zeigte sich, dass Menschen, die eine Coronainfektion überstanden hatten, ein höheres Risiko hatten, an den Folgen beliebiger chirurgischer Maßnahmen zu sterben. Nähere Untersuchungen aus dem Herbst 2020 haben ergeben, dass dieses postoperative Sterblichkeitsrisiko in den ersten sechs Wochen nach Infektion mehr als zweieinhalbfach höher ist als bei Corona-Negativen. Dieses Ergebnis basiert auf den Daten von mehr als 140.000 Patientinnen und Patienten aus über 100 Ländern; 2,2 % dieser Personen waren positiv getestet worden.

Nach einer Coronainfektion 7 Wochen mit Operationen warten

Während in der großen Vergleichsgruppe, also den negativ Getesteten, 1,5 % der Operierten in den ersten 30 Tagen nach dem Eingriff verstarben, waren es unter den positiv Getesteten im selben Zeitraum 4 % und auch nach insgesamt fünf bis sechs Wochen noch 3,6 %. Erst nach sieben Wochen war das Niveau in beiden Gruppen gleich.

Dabei spielten Faktoren wie das Alter der Betroffenen oder die Art des Eingriffs keine Rolle. Einen Unterschied machte allerdings der Infektionsverlauf. Von den positiv Getesteten, die keine Symptome entwickelt hatten, verstarben 1,3 %; bei den an Corona Erkrankten, die inzwischen wieder symptomfrei waren, lag der Prozentsatz bei 2,4, während von jenen, die zur Zeit der OP immer noch Coronasymptome zeigten, 6 % verstarben.

Es liegt also auf der Hand, dass man mit planbaren OPs wenigstens sieben Wochen lang nach einer Infektion warten sollte, sofern individuelle Gründe nichts anderes verlangen.

 

Quelle: DocCheck, 15.3.21

https://idw-online.de/de/news764692

 

Abbildungen: www.pixabay.com