Ein neuer Aspekt im Streit um die Toxizität des Unkrautvernichtungsmittels: Durch epigenetische Veränderungen scheinen sich Probleme bei den Nachkommen zu häufen.

 

DNA-Strang

FORTSETZUNG:

Wie giftig Glyphosat tatsächlich ist, ist bekanntlich umstritten. Ein Versuch mit Ratten an der Washington State University hat Alarmierendes gezeigt, nämlich einen transgenerationellen Effekt. Trächtigen Weibchen wurde die Substanz über einige Tage gespritzt, und zwar täglich die Hälfte der Dosis, die von Bundesinstitut für Risikobewertung als „NOAEL-Wert“ betrachtet wird – das ist der Wert, bis zu dem keine schädigenden Wirkung beobachtet wurde („No Observed Adverse Effect Level“).

Tatsächlich zeigten sich bei den Tieren, denen das Glyphosat gespritzt wurde, kaum Veränderungen – und auch nicht bei der F1-Generation, also den Tieren, die dem Gift im Mutterleib ausgesetzt waren.

Anders sah es in den F2- und F3-Generationen aus, bei den Enkeln und Urenkeln. Bei ihnen traten vermehrt Geburtsanomalien auf, Erkrankungen der Nieren, der Prostata und der Eierstöcke sowie Adipositas.

Trotz methodischer Schwächen hat die Studie gezeigt, dass Glyphosat epigenetische Veränderungen verursacht mit – wie es scheint – dramatischen Folgen.

 

Deutsches Ärzteblatt, 30.4.2019,
https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&typ=1&nid=102642&s=glyphosat
abgerufen im August 2019

Abbildungen: www.pixabay.com, 09/2019

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