Quecksilberhaltige Zahnfüllungen sind weit verbreitet – und stellen möglicherweise auch ein Problem bei Untersuchungen per MRT dar, insbesondere bei den neueren (!) Geräten.

 

MRT

FORTSETZUNG: Bildgebende Diagnostik – und dabei auch die Magnetresonanztomographie – spielt eine stetig wachsende Rolle im Gesundheitswesen. Anders als bei der CT und der klassischen Röntgenaufnahme wird der Körper bei der MRT keiner Röntgenstrahlung ausgesetzt. Aber auch diese Diagnoseform ist nicht frei von Nebenwirkungen.

Im letzten Newsletter hatten wir berichtet, dass die Verwendung von Amalgam bei Kindern, Schwangeren und Stillenden seit Juli verboten ist. Bis zu einer Amalgam-freien Zahnwelt ist es jedoch noch ein langer Weg. Ein aktuelles Forschungsthema ist die Frage, welche Auswirkungen Untersuchungen im MRT auf die Zahnfüllungen haben können.

In einer an der Uni von Antalya/TR durchgeführten Studie wurden extrahierte Zähne mit Amalgam präpariert und in künstlichen Speichel gegeben. MRT-Scanner arbeiten mit unterschiedlichen Feldstärken; ältere nutzen 1,5 Tesla (T), neue, besser auflösende Geräte 7 T. Für diese Studie wurde daher ein Drittel der vorbereiteten Zähne bei 1,5 T, ein Drittel bei 7 T gescannt, und zwar jeweils 20 Minuten (was einer typischen Verweildauer in der „Röhre“ entspricht). Das letzte Drittel wurde als Kontrollgruppe keinem Magnetfeld ausgesetzt.

Die anschließenden Messungen zeigten, dass sich in allen drei Gruppen Quecksilber gelöst hatte. In der Gruppe aus dem 1,5-T-Gerät lag die Konzentration nur unwesentlich höher als in der Kontrollgruppe (0,15 ppm ggü. 0,14 ppm). In der dritten Gruppe, aus dem modernen 7-T-Scanner, lag sie bei 0,67 ppm, also fast fünfmal so hoch.

Ob und wie schädlich solche Konzentrationen sind, ist natürlich umstritten. Beachtenswert ist, dass auch in der Kontrollgruppe gewisse Quecksilbermengen gemessen wurden – ein schon lange bekanntes, aber wenig beachtetes Phänomen, auf das z.B. Max Daunderer hingewiesen hat.

Übrigens können auch bestimmte Implantate Schwierigkeiten bei einer MRT mit sich bringen, und sogar Tätowierungen haben schon zu (kleineren) Problemen geführt.

http://news.doccheck.com/de/newsletter/4746/33020/?utm_source=DC-Newsletter&utm_medium=E-Mail&utm_campaign=Newsletter-DE-DocCheck+News+18.28+%28Donnerstag%29-2018-07-12&user=110dc7b93ff321b2d54803de6691d269&n=4746&d=28&chk=495e5b7548c27386839043a0e69002df

https://de.wikipedia.org/wiki/Magnetresonanztomographie

http://www.mrisafety.com/SafetyInfov.asp?SafetyInfoID=228

Daunderer, Max: Gifte im Alltag. Wo sie vorkommen, wie sie wirken, wie man sich dagegen schützt. - München 1995 (C.H. Beck)

Fotos: www.pixabay.com, 08/2018

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