Zugegeben, die Theaterstücke von Tennessee Williams scheinen ein wenig aus der Mode gekommen. Aber spannend sind sie noch immer! Auch aus homöopathischer Sicht.

 

New Orleans

FORTSETZUNG:

Da ist Blanche – die Weiße, die Unschuld, wie es ihr Name besagt -, angekommen an der „Endstation Sehnsucht“ in New Orleans. Das ist gut 70 Jahre her, die Uraufführung fand 1947 statt. Wenig später wurde der Film gedreht, der Marlon Brando berühmt und das T-Shirt als Kleidungsstück zum Renner machte.*

Blanche ist nervös, hysterisch und schrill. Mit „einem Blick voller Kummer und Verwirrung“, theatralisch und überempfindlich: „Ich kann nackte Glühbirnen nicht ertragen, genauso wenig wie rüde Bemerkungen oder ordinäres Benehmen.“ Sie wirft, so die Regieanweisung, „den Kopf zurück mit konvulsivisch-schluchzendem Lachen.“** Schade, dass kein Homöopath ihr zur Seite stehen konnte!

Aufmerksam geworden auf diese wirklich bühnenreife Ignatia-Vorstellung bin ich durch Helmut Ossege.*** Mir hat es Lust gemacht, das ganze Drama noch einmal zu lesen. Ihnen auch? Übrigens läuft das Stück diesen Sommer am Berliner Ensemble – offenbar ist es doch noch nicht unmodern.

 

* Wikipedia

** Fischer Taschenbuch, 46. Aufl. 2014, S. 114/43/98

*** Homöopathie Zeitschrift I/98, 86-87

Einleitungsfoto: www.pixabay.com, 07/2018; Foto New Orleans: punctum saliens.net

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