Dass die Zahl der Herzinfarkte jahreszeitlich schwankt, ist schon seit längerem bekannt.
Schwedische Forscher haben nun medizinische Daten mit Wetterdaten kombiniert, um diesem Phänomen auf den Grund zu gehen.

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FORTSETZUNG:

In Schweden wird seit vielen Jahren ein Herzinfarktregister geführt (mit dem hübschen Namen „Swedeheart“); in einem Zeitraum von 16 Jahren wurden mehr als 280.000 Herzinfarkte dokumentiert (das macht also knapp 50 Infarkte pro Tag). Und selbstverständlich gibt es detaillierte Daten von vielen Wetterstationen. Ein Forscherteam aus Lund hat diese Informationen kombiniert.

Geschaut wurde nach Temperatur, Windgeschwindigkeit, Sonnenscheindauer u.a. Auf Patientenseite wurden verschiedene Risikofaktoren berücksichtigt.

Ein sehr deutlicher Unterschied zeigte sich zwischen den Situationen, in denen die Tiefsttemperatur unter 0° C lag, und jenen mit einer Tiefsttemperatur von wenigstens 10° C: Bei Frost traten jeden Tag durchschnittlich vier Infarkte mehr auf. Der Grund könnten die körpereigenen Reaktionen auf Kälte sein: Kontraktion der oberflächennahen Blutgefäße, erhöhter Puls u.a. Während ein gesunder Mensch damit kein Problem hat, könnte es in vorgeschädigten Koronararterien zum Infarkt kommen.

Auch viel Wind, wenig Sonne und hohe Luftfeuchtigkeit ließen sich mit erhöhten Infarktraten in Verbindung bringen. Allerdings ist dies noch kein Beweis. Es könnten auch Faktoren wie Bewegungsmangel in der kalten Jahreszeit u.a. eine Rolle spielen.

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