Wie es um die Forschung pro und contra Homöopathie steht, stellte Curt Kösters auf der diesjährigen Dozentenfortbildung der Stiftung Homöopathie-Zertifikat (SHZ) lebhaft dar; der Hamburger Arzt ist Sprecher der Sektion "Praxis" der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Homöopathie (WissHom). Welche Studien sind ernst zu nehmen, welche nicht - und warum?

FORTSETZUNG: Manch einer von uns Homöopathen ist sich nicht sicher, was wir sagen können, wenn es um Homöopathie und medizinische Forschung geht; was wir antworten können, wenn uns mangelnde Wissenschaftlichkeit vorgeworfen wird. Können wir uns einfach auf Hahnemann berufen, wie Kösters ketzerisch formulierter Titel - "Warum überhaupt Forschung? Steht nicht alles Notwendige bereits im Organon?" - vorschlägt? Sicherlich nicht.

Ein spannender Aspekt dieses Fortbildungstages bestand darin, die Qualität von Studien besser beurteilen zu können - was z.B. von den in den Medien immer wieder zitierten Metaanalysen konkret zu halten ist. Ebenso anregend war der Überblick über die zahlreichen Studien aus der Forschung zur Homöopathie - von der Grundlagenforschung über klinische Doppelblindstudien bis zur Versorgungsforschung. Wüssten wir es nicht längst, wären wir überrascht, was die Homöopathie alles kann!Heppenheim

Jedes Jahr im Mai bietet die SHZ eine Fortbildung für Dozenten an. Immer wieder gelingt es den Organisatoren, interessante und inspirierende Themen und Referenten zu finden. Veranstaltungsort ist das schöne Fachwerkstädtchen Heppenheim, zwischen Darmstadt und Heidelberg. Zum diesjährigen Thema sei der 2016 erschienene "Forschungsreader" empfohlen, den man bei der WissHom herunterladen kann. Außerdem sind auf der Seite des Verbands klassischer Homöopathen Deutschlands (VKHD) lesenswerte Hinweise zusammengestellt. Einen Einstieg in das Thema gibt es auch bei uns.

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