Sie sind wieder unterwegs – die Zecken. Sie können bei ihrem Stich (oder eigentlich Biss) u.U. FSME übertragen, die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis. Eine Impfung soll schützen, doch wie viel Nutzen und wie viel Risiko bringt dann dieser Stich mit sich?

 

Zecken können Krankheiten übertragenFORTSETZUNG: Fast ganz Süddeutschland und immer mehr nördlich angrenzende Landkreise gelten als Risikogebiete – alle, in denen in fünf Jahren mehr als eine Erkrankung pro 100.000 Einwohnern aufgetreten ist. Sind das viele? Betroffen sind vor allem erwachsene Männer – keinesfalls Kinder. Selbst wenn es zu schwerwiegenden Verläufen kommt, sind neurologische Folgeschäden gerade bei Kindern eine Ausnahme. Bei bis zu 95 % der Infizierten verläuft die Erkrankung ohnehin symptomlos oder führt nur zu den grippalen Beschwerden der ersten Krankheitsphase.

Dem stehen die Risiken einer Impfung gegenüber. Niklas Schurig, Allgemeinmediziner aus Baden-Württemberg, einem „Risikogebiet“, sieht v.a. die Gefahr allergischer Reaktionen und rät dringend, die Impfung auf einen besonders exponierten Personenkreis zu beschränken und endlich von den Routineimpfungen bei Kindern Abstand zu nehmen.

Ganz ähnlich sieht es Martin Hirte, Kinderarzt aus München: „Bei Kindern unter zwölf Jahren ist die Impfung überflüssig, da ihr Risiko für eine FSME-Erkrankung mit Folgeschäden nahe bei Null und damit sicher unter dem Impfrisiko liegt.‟ Genauere Zahlen sind in der unten zuletzt genannten Quelle nachzulesen - auch dass die FSME-Impfung immerhin auf Platz 4 der Liste der nebenwirkungsreichsten Impfungen rangiert.

Infos des RKI
docchecknews vom 13.5.17
docchecknews vom 13.6.17

Zeckenfoto: www.pixabay.com

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